Tutorial 21. April 2026 8 Min. Lesezeit

Weclapp mit Make.com verbinden — die vollständige Anleitung

Make.com ist eines der leistungsfähigsten Automatisierungs-Tools am Markt. Weclapp ist das ERP-System der Wahl für tausende KMUs im DACH-Raum. Die Kombination klingt ideal — doch in der Praxis stoßen viele Nutzer auf ein hartnäckiges Problem. Diese Anleitung zeigt dir wie du Weclapp und Make.com verbindest, welche Grenzen es gibt und wie du sie überwindest.

Inhalt
  1. Warum Weclapp + Make eine starke Kombination ist
  2. Webhook in Weclapp einrichten
  3. Szenario in Make.com aufbauen
  4. Das Problem: Webhooks ohne Nutzdaten
  5. Die Lösung: Vollständige Daten mit Synclapp
  6. Fazit und nächste Schritte

Warum Weclapp + Make eine starke Kombination ist

Weclapp übernimmt als Cloud-ERP die zentrale Datenhaltung — Kunden, Aufträge, Rechnungen, Artikel, Lager. Make.com hingegen ist darauf spezialisiert, verschiedene Software-Systeme miteinander zu verbinden und Abläufe zu automatisieren. Die Idee liegt nahe: Wenn in Weclapp etwas passiert, sollen andere Systeme automatisch reagieren.

Konkrete Anwendungsfälle die Weclapp-Nutzer täglich beschäftigen:

All das ist mit der Kombination aus Weclapp-Webhooks und Make.com grundsätzlich möglich. Schauen wir uns an wie es geht.

Schritt 1: Webhook in Weclapp einrichten

Weclapp bietet eine native Webhook-Funktionalität die du direkt in den Einstellungen konfigurieren kannst.

Schritt 1.1
Webhook-Bereich öffnen
Navigiere in Weclapp zu Globale Einstellungen → Integration → Webhooks. Dort siehst du alle bestehenden Webhooks und kannst neue anlegen.
Schritt 1.2
Neuen Webhook erstellen
Klicke auf "Webhook erstellen" und fülle folgende Felder aus:
  • Entität: Wähle den Objekttyp — z.B. salesOrder (Auftrag), customer (Kunde), invoice (Rechnung)
  • Ereignis: erstellt, geändert oder gelöscht
  • URL: Die Webhook-URL aus Make.com (siehe Schritt 2)
Schritt 1.3
Webhook aktivieren
Stelle sicher dass der Webhook auf "Aktiv" gesetzt ist. Weclapp sendet ab sofort bei jedem passenden Ereignis einen HTTP-POST an die angegebene URL.
Wichtig: Weclapp wiederholt die Zustellung falls dein Endpunkt nicht erreichbar ist — nach 1, 5 und 30 Minuten, dann nach 5 Stunden und 1 Tag. Nach einem Tag ohne erfolgreiche Zustellung wird der Webhook automatisch deaktiviert.

Schritt 2: Szenario in Make.com aufbauen

Make.com bietet keinen offiziellen Weclapp-Connector — aber das ist kein Problem. Du kannst über den universellen Webhook-Trigger jede eingehende HTTP-Anfrage verarbeiten.

Schritt 2.1
Neues Szenario anlegen
Erstelle in Make.com ein neues Szenario. Als Trigger wähle "Webhooks" → "Custom Webhook". Make.com generiert automatisch eine eindeutige Webhook-URL.
Schritt 2.2
Webhook-URL in Weclapp eintragen
Kopiere die generierte URL aus Make.com und trage sie in den Weclapp-Webhook aus Schritt 1 ein. Klicke dann in Make.com auf "Determine data structure" und löse in Weclapp einen Test-Event aus — Make.com erkennt die Struktur automatisch.
Schritt 2.3
Folge-Aktionen konfigurieren
Nach dem Webhook-Trigger fügst du deine Folge-Aktionen hinzu — z.B. eine HTTP-Anfrage an eine API, eine E-Mail über Gmail, eine Zeile in Google Sheets oder eine Slack-Nachricht. Die Möglichkeiten von Make.com sind hier nahezu unbegrenzt.

Das Problem: Weclapp-Webhooks liefern fast keine Daten

Hier kommen die meisten Nutzer das erste Mal ins Stocken. Wenn du dir anschaust was Weclapp tatsächlich an Make.com sendet, ist die Ernüchterung groß:

// Was Weclapp an Make.com schickt:
{
  "entityId": "1234567",
  "entityName": "salesOrder",
  "type": "CREATE"
}
// Das war's. Keine weiteren Daten.

Weclapp schickt bewusst nur eine minimale Nutzlast — die ID des betroffenen Objekts, den Entitätstyp und die Art des Ereignisses. Das macht den Webhook technisch leichtgewichtig und schnell. Aber für eine sinnvolle Automatisierung reicht das nicht.

Was du wirklich brauchst — Kundenname, Auftragsnummer, Betrag, Positionen, Status — musst du dir selbst über einen zusätzlichen API-Call holen. Das bedeutet in Make.com:

  1. Webhook empfangen → entityId extrahieren
  2. HTTP-Modul konfigurieren → GET-Anfrage an Weclapp REST API
  3. Authentifizierung mit API-Token einrichten
  4. Antwort parsen und weiterverarbeiten

Das ist machbar — aber es bedeutet für jeden Webhook-Typ zusätzliche Konfigurationsarbeit, Fehlerbehandlung und Wartungsaufwand. Bei mehreren Entitäten und Zielsystemen wird das schnell komplex.

Häufiges Problem: Wenn der Weclapp-API-Call im Make-Szenario fehlschlägt — z.B. wegen Rate Limits oder kurzzeitiger Nichterreichbarkeit — bricht das gesamte Szenario ab. Der ursprüngliche Webhook-Event ist dann verloren, wenn kein Retry-Mechanismus konfiguriert ist.

Die Lösung: Vollständige Daten mit Synclapp

Genau an diesem Punkt setzt Synclapp an. Synclapp ist eine Middleware-Plattform die speziell für Weclapp gebaut wurde und das Webhook-Problem ein für alle Mal löst.

Statt dass Make.com die rohe Weclapp-ID empfängt und dann selbst die API abfragen muss, übernimmt Synclapp diese Aufgabe im Hintergrund:

  1. Weclapp sendet den schlanken Webhook mit entityId an Synclapp
  2. Synclapp holt automatisch alle vollständigen Objektdaten über die Weclapp REST API
  3. Synclapp leitet den angereicherten Payload an Make.com weiter

Was Make.com dann empfängt sieht so aus:

// Was Make.com mit Synclapp bekommt:
{
  "orderNumber": "A-2026-4821",
  "customer": "Muster GmbH",
  "netAmount": 4850.00,
  "status": "ORDER_OPEN",
  "positions": [...],
  "customerEmail": "kontakt@muster-gmbh.de"
  // + alle weiteren Felder die du brauchst
}

Der entscheidende Vorteil: Du konfigurierst einmal in Synclapp welche Felder du brauchst — und bekommst sie bei jedem Event automatisch geliefert. Kein zusätzliches HTTP-Modul in Make, keine Authentifizierungskonfiguration, kein Fehlerhandling für API-Calls.

Zusätzlich bietet Synclapp eine eingebaute Retry-Logik: Falls Make.com kurzzeitig nicht erreichbar ist, wiederholt Synclapp die Zustellung automatisch. Kein Event geht verloren.

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Fazit und nächste Schritte

Die Verbindung von Weclapp und Make.com ist grundsätzlich möglich und eröffnet mächtige Automatisierungsmöglichkeiten. Der native Weg über Weclapp-Webhooks hat jedoch eine wesentliche Einschränkung: Die Webhooks liefern nur eine ID — keine Nutzdaten.

Wer dieses Problem mit eigenen Make-Szenarien lösen will, investiert Zeit in Konfiguration, Fehlerbehandlung und Wartung. Eine einfachere Alternative ist der Einsatz einer spezialisierten Middleware wie Synclapp, die die Datenanreicherung automatisch übernimmt.

Die nächsten Schritte für deine Weclapp-Make-Integration:

  1. Identifiziere die wichtigsten Automatisierungen in deinem Weclapp-Alltag
  2. Richte einen Test-Webhook in Weclapp ein und schau was Make.com empfängt
  3. Entscheide ob du den API-Call manuell in Make konfigurieren willst oder eine fertige Lösung wie Synclapp bevorzugst
  4. Starte mit einem einfachen Use Case — z.B. Slack-Benachrichtigung bei neuem Auftrag — und erweitere schrittweise

Hast du Fragen zur Integration oder brauchst du Hilfe beim Einrichten? Schreib uns an hello@synclapp.com — wir helfen gerne.

EW
Eugen Wiens
CEO & Co-Founder, Synclapp · Radicula GmbH